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GREINA (2006)
Ein Film von Villi Hermann, Imagofilm Lugano
Deutsche Untertitel

:: Alp Motterascio, Alphütte-Käserei, drinnen :: (Butterherstellung)
Der Käser bin ich. Man muss jedes Jahr einen Hirten und einen Hilfskäser finden. Der Hilfskäser findet sich hier in der Gegend, ein Junge aus dem Tal. Den Hirten findet man nicht so einfach, denn er braucht mehr Erfahrung. Personal zu finden wird immer schwieriger. In diesem Jahr haben wir Jacopo und ein Mädchen aus Zürich. Im Winter ist sie Lehrerin und im Sommer hilft sie uns.

:: Alp Motterascio, Käserei, drinnen ::
Die Genossenschaft, die die Tiere auf die Alp bringt, besteht aus Bauern aus Aquila, Besitzer der Alp ist das Patriziat; wir von der Genossenschaft mieten die Alp vom Patriziat. Um mehr Tiere oben zu haben, nehmen wir auch welche aus der Magadino-Ebene, Rinder und Kühe, für drei Monate.

:: Alpe Greina, draussen ::
Der Hirt ist verantwortlich für die Kühe, er muss sie jeden Tag ausreichend füttern, sie vor Gefahren schützen, auf ihre Gesundheit achten und sie bei Krankheit pflegen.

:: Alp Motterascio, Käserei, drinnen (Butterherstellung) ::
Das Gras spielt eine grosse Rolle. Auf einer Weide auf 2200 m Höhe gibt es besondere Pflanzen. Die Weide hat eine gute Zusammensetzung, das Gras ist immer frisch, hauptsächlich das “Mottarina Gras”, das einen guten Geschmack ergibt, in der Tat nehmen die Produkte eine gelbe Farbe an, was von dem Gras herrührt. Nicht überall findet man so ein Gras, auf manchen Alpen gibt es hartes Gras, wovon der Käse bitter werden kann.

:: Markt in Bellinzona (Fotografien) ::
Den Käse verkaufen wir direkt, wir beginnen schon auf der Alp und dann zu Hause im Tal. Im Oktober gehen wir auf den Stadtmarkt, um uns bekannt zu machen. Der Käse hat sich verändert, wir konnten ihn bisher von Hand herstellen, ohne auf bestimmte Normen achten zu müssen; das ist jetzt schwieriger. Um diese Normen einzuhalten, musste das Patriziat die Alpkäserei erneuern. Dadurch hat der Käse an Würze und Geschmack verloren. Immer weniger Kühe stehen der Alpwirtschaft zur Verfügung. Ausserdem haben wir auch keine Schweine mehr, aber das hat andere Gründe; es ist zu viel Arbeit, sie hoch und runter zu bringen.

 

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