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Luigi Einaudi.
Notizen aus dem Schweizer Exil Luigi Einaudi
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Ein Film von Villi Hermann (2000)

  • Pressespiegel Filmfestival Locarno 2000
    Im Film liest der Schauspieler Omero Antonutti verschiedene Sequenzen aus dem Tagebuch des späteren italienischen Staatspräsidenten. Hermanns Film schafft überdies den Zugang zu einer historischen Serie von Fotografien. Es war der Schweizer Christian Schiefer, der im April 1945 die berühmten Bilder schoss, die die leblosen, auf der Piazza Loreto zur Schau gestellten Körper des Duce Mussolini und seiner Gefährtin zeigen. (jsz) Tessiner Zeitung, Locarno, 3. August 2000
  • […] Während seiner Schweizer Monate hat Einaudi ein telegrammartiges Tagebuch geschrieben, das den Kern des Films bildet und vom italienischen Schauspieler Omero Antonutti gelesen wird, der auch die Gespräche mit Zeugen führt. Andrerseits sind es filmische Zeitdokumente und aktuelle geografische Ortungen mit der Kamera, die Villi Hermanns Video zu einem wichtigen Element im kollektiven Gedächtnis werden lassen, das auf unterschiedlichste Weise zum Film gerinnen kann.
    Fred Zaugg, Der Bund Bern, 12. August 2000
  • In akribischer Kleinarbeit suchte Hermann Zeitzeugen und ging mit den heute 80-, 90jährigen Personen teilweise die Wege, über die sie in die Schweiz flüchteten. Der Film soll, so formuliert es Hermann, die Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung und der Flüchtlinge in dieser Zeit aus einer lateinischen Optik beleuten - eine Sichtweise, die in den Dokumenationen dieser Zeit bisher selten behandelt worden ist.
    Jürg Steiner, Tessiner Zeitung, Locarno, 10. August 2000
  • Was der Emigrant im Tagebuch festhält, und was von Omero Antonutti in wechselnden Situationen vorgetragen und vergegenwärtigt wird, begegnet im Film den Menschen, die nochmals von der Grenze, deren Passage Rettung bedeutete, in die Vergangenheit zurückblickend, begegnet jenen, die sich an den Gast Einaudi erinnern, und wird begleitet von den historischen Fotografien Christian Schiefers (1896-1998), dessen reiches Werk in seiner Fülle erst noch zu entdecken ist.
    Verena Zimmermann, Neue Mittelland Zeitung, Solothurn, 25. Januar 2001
  • Die Tagebucheintragungen enthalten neben einer Reihe von Ueberlegungen zu den damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in Italien viele Passagen über Alltagserlebnisse und persönliche Erfahrungen. Zugleich berichtet der politische Engagierte ausführlich über seine Kontakte mit anderen Exilierten, mit denen er er sich kritisch auseinander setzte. Diese Menschen hat Villi Hermann aufgesucht, um von ihnen einen anderen Blick auf die Informationen aus Einaudis Tagebuch zu gewinnen und daraus einen abgerundeten, vielschichtigen Dokumetnarfilm zu drehen.
    Andrea Reiter, CINEMA, Nr. 46, Zürich, 1999/2000

© Villi Hermann, Imagofilm Lugano 2000

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